Chihuahuas vom Fimoland

Naturverbunden wie ich aufgewachsen bin, erzogen von Eltern die sich zur Kirche hielten, habe ich nie an der Existenz eines Gottes gezweifelt Ich bin sogar nach meiner Konfirmation ab und zu zur Kirche gegangen. Allerdings ließ das nachdem ich meinen Mann kennen gelernt hatte mehr und mehr nach, und als wir nach unserer Hochzeit nach Darmstadt zogen, sah ich die Kirche nur noch Weihnachten von innen. Ich war aber immer noch fest davon überzeugt dass es einen Gott gibt und dass ich Christ sei. Nur mit meinem Leben hatte das alles nichts zu tun.
Als wir nach Celle zogen und unser Sohn im Kindergartenalter war nahm ich eine Arbeitsstelle in einer Behinderten Einrichtung an. Dort traf ich Christen, die sehr offen von ihrem Glauben sprachen. von einer Beziehung zu Gott , von konkreten Gebetserhörungen, und davon dass es nötig war diese persönlich Beziehung zu haben um wirklich Christ sein zu können. Ich fühlte mich provoziert, wollte es aber nicht zeigen, ärgerte mich über das ungute Gefühl das sich immer wieder einschlich nach Gesprächen über das Thema. Ich rettete mich in die „Überzeugung“ dass diese übertriebenen Christen Spinner seien, konnte aber nicht verhindern dass sie immer wieder eine Sehnsucht in mir auslösten.

Ende Juli 1981 kamen wir bei einem abendlichen Motorradausflug durch das Dorf Wienhausen. Überall hingen Einladungen zu einer Zeltevangelisation. Und wir fanden auch ein Zelt so wie wir es von unseren früheren Kirmes oder Schützenfestbesuchen kannten. Aber irgend etwas schien anders zu sein. Die Neugier und die Vorstellung da ein Bier trinken zu können ließ uns unsere Rundfahrt unterbrechen. Das was wir dann da erlebten und hörten war so überwältigend so anders als alles was wir bisher in Sachen christlicher Glaube gehört hatten. Da waren Menschen jedes Alters die von ihrer Beziehung und Erlebnissen mit Jesus als einem lebendigen und erfahrbaren Gott berichteten. Wir fuhren nach dem ersten Abend ziemlich verwirrt zurück versuchten uns gegenseitig zu beruhigen mit der Vermutung dass da gezielte Massenmanipulation betrieben wurde. Aber wir wollten am nächsten Abend uns das ganze noch mal ansehen, und am übernächsten Abend zog es uns wieder hin. Und schließlich konnten wir uns der Botschaft dass Christsein mehr ist als das einhalten christlichen Tradition nicht mehr entziehen. Siegfried und ich waren ohne vorherige Absprache am selben Abend bereit unser Leben ganz Gott anzuvertrauen indem wir Jesus Christus als unseren Herrn und Retter in einem Gebet annahmen. Eine Entscheidung, die unser Leben in ganz neue Bahnen gelenkt hat. Eine Entscheidung die sich als das beste was man als Mensch erfahren kann entpuppt hat. Seit dem 1.August 1981 ist mehr als ein viertel Jahrhundert vergangen, wir haben einen Gott kennen gelernt der egal ob es gerade über Höhen oder durch Täler geht konkret ansprechbar und erfahrbar ist. Soviel Trost, Korrektur und liebevolle Führungen haben unser Leben reich gemacht.
Von einigen Erfahrungen werde ich nach und nach hier erzählen. 
 

Betty ist weg                                                           Ostermontag 23. März 2008 Heute hat Gott meinen Glauben mal wieder sehr herausgefordert und mein Vertrauen geprüft. Ich war mit Tabea und unseren Hunden in den in Wald spazieren. Plötzlich war Betty nicht mehr bei uns. Wir sind 3 Stunden zusammen und getrennt durch den Wald hin und her alle Wege abgelaufen und haben sie gerufen und gesucht.
Als wir keine Chance mehr sahen, sind wir nach Hause gefahren. Wo dann unsere Hoffnung, dass sie vielleicht den 3km weiten Weg alleine nach Hause gelaufen sei auch starb. In mir hat es nur geschrien " Oh Gott tue mir das bitte nicht an, wie soll ich die Nacht überstehen, wenn ich nicht weiß wo mein kleiner Hund ist? Bitte gib sie mir wieder" Dann sagte Tabea: „Lass uns solang es noch hell ist, noch mal die Strecke durch den Wald ablaufen (das 4.Mal jeden Waldweg entlang und auch außerhalb der Wege suchen). Zu dritt sind wir dann wieder zu dem Waldstück gefahren und sind getrennt von drei Seiten in den Wald gelaufen und haben gerufen und gesucht. Plötzlich, Jubelschreie von Tabea sie hatte unsere kleine Betty gefunden. Kurz bevor es dunkel wurde und wir die Suche hätten abbrechen müssen. In den Nacht war dann - 6°C. Das hätte die Kleine nicht überlebt, denn sie war schon als wir sie fanden total erschöpft, und so wäre sie wahrscheinlich irgendwann eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Wo immer sie war als wie die Fläche wo wir sie fanden schon dreimal vorher abgesucht haben. Wir waren einfach nur von Herzen dankbar. Danke Jesus!


 Gelbe Rose                                                                                  vor 6 Jahren, im November, in einer persönlichen Wüstenzeit, in der ich für manche Gebieten meines Lebens wenig Hoffnung hatte, ging ich nachdenkend und betend in einem Wald spazieren.  Plötzlich stand ich vor einem Rosenbusch der so aussah wie eine Rose nach den ersten Frostnächten halt aussieht, wenige vertrocknete Blätter, nicht besonders ansehnlich, wie abgestorben. Aber an diesem Strauch leuchtete wie gerade frisch aufgeblüht eine gelbe Rose. Ich habe das damals als Gottes persönliches Zeichen der Hoffnung und des Trostes an mich gesehen. Und die Jahre danach haben gezeigt dass es war keine leere Versprechung war. Beziehungen die ich nicht mehr zu retten wusste und so längst aufgegeben hatte, wurden heil und wieder lebendig. Damals habe ich die Rose gepflückt und sie hängt heute noch in der Nähe meines Bettes, um nicht zu vergessenen, dass wir einen Gott haben der gerade da wo aus unserer Sicht schon alles abgestorben ist, ER neue Hoffnung und Veränderung schenken kann. Trotzdem ging ich Ende 2008 spazieren,grübelnd und traurig, über eine Situation von der ich dachte, dass sie zu verfahren sei, um je wieder in Ordnung kommen könnte. Und dann stand ich plötzlich vor einem Busch…..                                   Wer mag darf es Zufall nennen, ich weiß dass es eine liebevolle Erinnerung meines Vaters im Himmel war